„Manchmal möchte ich einfach auf die Straße rennen und ganz laut ,Aaarrrggghhh‘ schreien“, sagt Steven Ansell, Sänger und Schlagzeuger der britischen Newcomer Blood Red Shoes. Da dies bei den Nachbarn schnell für Irritationen sorgen würde, hat er sich mit der Gitarristin und Sängerin Laura-Mary Carter zusammengetan und lebt als Rockduo mit ihr seine Wut in der Musik aus, damit jeder hört, was ihnen auf der Seele brennt. In den vergangenen zwei Jahren gaben sie fast täglich Konzerte, die sie kreuz und quer durch Großbritannien führten. Dort liegt man ihnen nun zu Füßen, denn keine zweite Band drückt augenblicklich die „teenage angst“ des Vereinigten Königreichs so authentisch, leichtfüßig und einprägsam aus wie die Blood Red Shoes. Allein mit Schlagzeug, Gitarre und abwechselndem Gesang versöhnt das in Brighton beheimatete Duo in Perfektion die raue Energie von Punk mit der dramatischen Sehnsucht von Grunge und der Publikumswirksamkeit von Pop. Ihr fulminantes Debütalbum transportiert diesen Mix mit energischer Authentizität und extrem verführerischen Melodien.
Michael Leuffen