Als Mitläuferin darf man sie nun wirklich nicht bezeichnen. Auch wenn Emiliana Torrini mit ihrem dritten Soloalbum in der Disziplin bekannter Soulpopmädchen antritt: Die 31-jährige Isländerin schlägt genug gewitzte Haken, um aufs Treppchen zu springen. In ihrer Spezialdisziplin, der gefühlvollen Akustikballade, macht ihr eh keiner was vor. Aber auch die Resultate am relaxten Reggaebeat („Me And Armini“), am psychedelisch angehauchten Doors-Rock („Gun“) oder an der sensiblen Vereinigung von Folk und Electro („Dead Duck“) machen sie zu unserer diesjährigen Siegerin der Herzen.
Sascha König

Video-Tipp: „Sunny Road“ aus dem Album „Fisherman’s Woman“