Oma ist die Beste. Und zwar alle beide, lobt Bobby Chinn. „Mein Großmutter aus Schanghai kochte chinesische Gerichte, meine ägyptische Oma nordafrikanische Speisen. Exzellent – ich habe niemals schlecht gegessen. Bis ich nach England kam.“ Seinen beiden Großmüttern verdankt Chinn die Passion fürs Kochen, seinen multikulturellen Wurzeln die Kreativität: „Ich bin halb Ägypter, halb Chinese, geboren in Neuseeland.“ Er lebte in London, Kairo, New York und ließ sich schließlich im vietnamesischen Hanoi nieder, der Küche wegen: „Sie ist leicht, unkompliziert, kraftvoll und erstaunlich nuancenreich“, schwärmt Chinn. 2001 eröffnete er ein Restaurant, das seinen Namen trägt. 110 Rezepte für die raffinierten, von traditionellen Garküchen inspirierten Gerichte, die er dort serviert, hat er in seinem Kochbuch zusammengetragen: Bananenblütensalat und vietnamesische Ravioli, Fois gras in Reispapier und Huhn in Karamellsoße. Als Aperitif erklärt Chinn die Küche Vietnams, zum Dessert serviert er kulinarische Geschichten aus Hanoi.