Studenten, kommt nach Essen, hier habt ihr die Qual der Wahl! Und das nicht nur zwischen unterschiedlichsten Immobilien, sondern auch zwischen Geschenken, die es zur Wohnung dazu gibt. Die städtische Allbau AG bietet gleich fünf Willkommenspakete für Neumieter an: Laptop plus Internetflat. Eine Woche Mallorca plus monatlicher Büchergutschein. Eine komplette Pantry-Küche und monatlicher „Subway“-Gutschein. Zehn Handwerkerstunden für die Renovierung plus monatlicher Drogerie-Gutschein. Oder sollen es doch lieber 333 Euro in bar und ein Mietnachlass sein? Von solchen Angeboten können Studienanfänger in Städten wie Köln, München, Hamburg oder Frankfurt nur träumen. Was ist los im Ruhrgebiet?
„Der Markt ist entspannt, Mieter können sich ihre Wohnung relativ gut aussuchen“, erklärt die Geschäftsführung der „Immeo Wohnen“. Bereits 2009 lockte die Gesellschaft neue Mieter mit 250-Euro-Prämien an. Die zu beziehenden Wohnungen – sie lagen nicht nur in Randbezirken, und sie waren auch nicht extrem renovierungsbedürftig. Da verwundert es fast schon ein wenig, dass in der VOX-Dokusoap „Mieten, Kaufen, Wohnen“ regelmäßig auch zwei Makler aus dem Ruhrgebiet auftreten. Einer von ihnen ist Oliver Mösch aus Bottrop. Bezahlt tatsächlich noch jemand teure Provision, wenn es genug freie Wohnungen gibt? „Im Ruhrgebiet hat der Makler bei Mietobjekten eher beratende Funktion“, verrät Mösch. Er erklärt den Mietern, wie es sich mit den Nebenkosten verhält oder wer im Schadensfall haftet. Außerdem ist er oft als Wegweiser tätig. „Gerade Menschen, die ganz neu ins Ruhrgebiet ziehen, finden sich in dem unübersichtlichen Städtegewirr erst mal nur schwer zurecht“, berichtet der Makler aus seinem Arbeitsalltag. „Da kann ich natürlich bei der Orientierung helfen.“ Und natürlich greifen Vermieter gern auf einen Makler zurück, wenn sie selbst nicht auf Mietersuche gehen wollen. „Anders sieht das in den wirklich begehrten Stadtteilen aus“, betont Mösch. „Hier ist man dann schon auf einen Vermittler angewiesen, um überhaupt etwas zu bekommen.“ Beispiele? „Essen-Bredeney, der Oberhausener Norden oder auch das südliche Duisburg, das an Düsseldorf grenzt.“ In Immobilien investieren – lohnt sich das überhaupt noch im Ruhrgebiet? „Auf jeden Fall“, ist Mösch überzeugt, „das lohnt immer. Aber insbesondere natürlich in den richtigen Stadtteilen. Generell steigt der Immobilienwert auch im Revier. Das Risiko größerer Verluste – wie bei Aktien – ist minimal.“ Eine grundsätzlich sinkende Nachfrage nach Wohnraum kann der Makler aus seiner Erfahrung nicht bestätigen. Der aktuelle Trend: „Die stark renovierungsbedürftigen Objekte sind out. Mieter wollen sich neben Job und Familie nicht noch damit beschäftigen, ihre Wohnung in Schuss zu bringen.“ Um im großen Ruhrgebiet die eigene Traum-Wohnung zu finden, gibt dir PRINZ die besten Tipps und stellt die trendigsten Ecken im Revier vor.