KLEINES WEIN-LEXIKON

Autochthone Reben sind Sorten, die ausschließlich in einer einzigen, bestimmten Region gedeihen.
Barrique ist ein kleines Eichenholzfass, das 225 Liter fasst. Darin nimmt der Wein beim Reifen Holzgeschmack an; er reift etwas schneller als in Edelstahlbehältern. In einigen Ländern ersetzt man Barriques durch Eichen- Chips, die in den Wein gegeben werden.
Cuvée bezeichnet den Verschnitt mehrerer verschiedener Rebsorten.
Önologie ist die Wein-Wissenschaft – vom Weinbau bis zur Kellertechnik.
Reserva reift in Spanien unterschiedlich lange, um dieses Prädikat zu tragen. Im Rioja etwa lagert Rotwein dafür mindestens drei Jahre, eins davon im Holzfass. In Portugal ist Reserva ein Prädikat für besonders guten Wein, auch italienischer Riserva hat eine zwei- bis vierjährige Fassreife. In Ländern wie Chile und Frankreich sind Reserva und Réserve keine rechtlich geschützten Prädikate.
Tank bezeichnet alle Arten von Gärbehältern außer Holzfässern. Tanks bestehen meist aus Edelstahl und schließen den Wein bei der Gärung luftdicht ein.
Tannine sind Gerbstoffe, die in jedem Wein vorhanden sind und seine Lagerfähigkeit verbessern. Sie erzeugen einen herben, „austrocknenden“ Geschmack im Mund; rote Trauben enthalten mehr Tannine als weiße. Je hochwertiger ein Wein, desto tanninhaltiger ist er.
Weinfehler sind unerwünschte (und inakzeptable!) Mängel wie etwa Korkgeschmack oder unangenehme Gerüche. Vor allem im Restaurant gilt: keine Scheu, den Wein zurückgehen zu lassen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite die größten Weinirrtümer.

ES STIMMT NICHT, DASS …
o unter Schraubverschlüssen grundsätzlich mieser Wein steckt.
o zu Fisch nur Weißwein passt.
o ein hoher Alkoholgehalt auch hohe Qualität bedeutet.
o Chablis, Sancerre und Chianti Traubensorten sind.
o älterer Wein automatisch auch besserer Wein ist.