MONGRELS IN COMMON
Atelier & Showroom, Altes Postfuhramt/Auguststr. 5a, Mitte, Tel. 28 09 59 97, www.mongrelsincommon.com
Designer: Livia Ximénez Carrillo und Christine Pluess lernten sich auf der Berliner Modeschule Esmod kennen und fanden schnell eine Gemeinsamkeit: ihre multikulturelle Herkunft (Peru, Spanien, Schweiz, Deutschland), die gleichzeitig stets Thema ihrer Arbeit ist. Das Label Mongrels in Common (zu deutsch „Gemeinsamkeit: Mischling“) gibt es seit Mai 2006.
Aktuelle Kollektion: Jede Kollektion der beiden heißt „mongrelism“ und spiegelt die Persönlichkeit der Designerinnen wider. Es werden daher immer zwei unterschiedliche Kulturen miteinander verbunden und sowohl mit männlichen als auch mit weiblichen Elementen kombiniert. In der aktuellen Frühjahr/Sommer-Kollektion sind es die argentinischen Gauchos und die klassische Eleganz der Protagonisten des Films „Jenseits von Afrika“. Es herrschen dabei Weiß sowie zarte Gelb- und Grautöne an leichten Hemden, Blusen und Shirts vor.
Stil: raffiniert, beeinflusst von verschiedenen Kulturen, Stilen und Epochen, sexy, cool, einmalig
Tipp für den Sommer: „Die Must-Haves dieses Sommer sind Blusenkleider und Bundfaltenhosen. Beides lässt sich wunderbar stylen. Man kann sich damit entweder elegant, sportlich, businessorientiert oder ganz leger kleiden. Sie müssen also in jeden Kleiderschrank!“


Q.E.D.
Atelier, Osloer Str. 17, Wedding, www.qed-homme.com, erhältlich bei Apartment, Memhardstr. 8, Mitte, Mo-Fr 12-20, Sa 12-18 Uhr
Designer: Die Berliner Designerinnen Julia Böge, Simona Gabrieli und Jasmin Moallim haben sich 2006 zum Trio Quod Erat Demonstrandum, kurz Q.E.D., zusammengetan. Bei der Fashion Week im Januar 08 haben sie lautstark von sich reden gemacht, weil sie für die einzig vertretene Herrenkollektion den Karstadt New Generation Award gewonnen haben, was sicherlich mit ihrem Sinn für das Andersartige zusammenhängt.
Aktuelle Kollektion: Nevermore. Dafür haben sich die drei Mädels mit dem richtigen Näschen für das, was Herren tragen möchten, vom legendären Gedicht „The Raven“ von Edgar Ellen Poe inspirieren lassen. Dabei sollte die scheinbar schwere Atmosphäre mit einer endzeitartigen Sommerstimmung verbunden werden. Das ergibt einen unschuldigen, kindlichen Look, der jedoch eine irritierende Ernsthaftigkeit ausstrahlt. Hier und da durchbricht ein strenges Stück die fliehenden Formen. Farblich hält sich die Kollektion im Bereich der Grautöne auf, eingerahmt durch Weiß und vor allem Schwarz. Die Materialien beschränken sich auf weich fallende, natürliche Stoffe wie Baumwolle, Leinen und Seide.
Stil: lässig, melancholisch, einfallsreich, elegant, maskulin, schwarz, experimentierfreudig
Tipp für den Sommer: „Wir setzen auf Q.uadrate, E.spandrillos und D.enim!“


MICHAEL MICHALSKY
Shop ab Anfang April: Monbijouplatz 4, Mitte, Tel. 28 04 08 88, www.michalsky.com
Designer: Michael Michalsky hat eine so große Leidenschaft für Berlin entwickelt, dass man ihn nahezu als Berliner Designer bezeichnen kann, selbst wenn er nicht hier geboren ist. Er studierte am Londoner College of Fashion, hat u. a. für Levi’s und Adidas gearbeitet, um 2006 mit seiner Michalsky Holding als selbstständiger Modeschöpfer kreativ zu sein.Was der Wunderschöpfer anpackt, wird hoch gelobt.
Aktuelle Kollektion: The Look of The New Berlin.Michalskys Frühjahr/Sommer-Kollektion ist eine Hommage an Berlin. Inspirieren ließ er sich vor allem von Berlins Multikultidasein. Von der Neuköllner Sportswear über den Mitte-Galeristen-Style bis hin zum Berlino-Latino-Glam in Tiergarten und den „ungestylten Gestylten“ in Kreuzberg ist alles dabei. Schließlich soll Berlins Streetlife eingefangen werden. Ganz klar geschnittene Hosenanzüge, luftige Kleider und Bermudas dominieren. Als Materialien stehen superleichtes Kaschmir,Denim und Chiffon hoch im Kurs. Schwarz, Dunkelgrau und Weiß bekommen Akzente von klarem Türkis und Neongelb.
Stil: klassisch, pur, urban, kosmopolitisch, mit besonderer Streetstyle-Note
Tipp für den Sommer: „Absolutes Must-Have neben Kleidern sind hochtaillierte Jeans. Die Zeiten der freiliegenden Geweihe über den Hintern sind nämlich nun endgültig vorbei.“


GREGOR MARVEL
Friendly Society Berlin, Griebenowstr. 23, Mitte, Tel. 28 04 61 90, Fr/Sa/So 12-19 Uhr, www.gregormarvel.com
Designer: Multitalent Gregor Marvel, er ist Designer, aber auch Musiker und Grafiker, gründete 2003 zusammen mit Christian Heinrich das einfallsreiche Kunst-Kultur-Kaufhaus Friendly Society Berlin. Aktuell arbeitet der Wahlberliner an seiner ersten Herrenkollektion.
Aktuelle Kollektion: GregOrMarvel – Man@The Jungle. Für diese farbenfrohe Herrenkollektion studierte Marvel die „Nächte der Metropolen“ und sammelte dabei Erfahrungen über die Gewohnheiten männlicher Großstadtbewohner. Zudem inspirierten ihn diverse Aufenthalte in Kapstadt zu seinen sommerlichen Materialcollagen. Hierfür werden natürlich gefärbte und gewebte Stoffe aus Südafrika mit berlintypischen Textilien wie Jeans oder Seide gemischt. Klassische Schnittführungen vom Ende der zwanziger Jahre treffen auf den aktuellen urban-sportlichen Style. Raffinierte Details wie Geheimfächer für Gummis, Kreditkarten oder Telefonnummern in seinen Schiebermützen oder Krawatten machen Lust auf mehr.
Stil: sportiv lässig, leicht crazy und überraschend, dabei aber immer sehr elegant
Tipp für den Sommer: „Mein Must-Have ist ein Krawattenschal, quasi so was wie ’ne doppelte Krawatte, ganz einfach geknotet. Sieht toll aus und schützt auch ein bisschen. Ganz toll finde ich außerdem Vati-Sandalen.Wer sich traut, mit weißen amerikanischen Footballsocken.“