Eigentlich sollte man gar nicht mehr von Fotokameras reden. Moderne Digicams gleichen Multimedia-Wunderwerken, die viel mehr können als nur knipsen. Sie filmen Videos, deren Qualität verblüfft. Vor allem aber setzen sie den Spaß am Bild weit über den Moment der Aufnahme hinaus fort. So erlauben es viele Modelle, gespeicherte Fotos noch in der Kamera zu bearbeiten. Zum Beispiel können Bildteile farbig bleiben, während der Rest schwarzweiß wird. Porträts lassen sich kunstvoll verfremden oder humorvoll zu Grimassen verzerren. Mit speziellen E-Mail-Funktionen oder Aufnahmemodi, die Videos gleich in optimaler Youtube-Qualität speichern, sind einige Kameras auch auf der Höhe der Internet-Zeit. Manchmal bereiten aber gerade die kleinen Extras die meiste Freude: Die Olympus µ820 löst auf Wunsch erst bei lachenden Gesichtern aus, die Samsung i85 ist nicht nur Kamera, sondern auch MP3-Player, und die Sony Cyber-Shot T70 rechnet Bilder gleich ins HDTV-Format mit 1920 x 1080 Pixel um, sodass sie optimal auf einem Flachbild-TV dargestellt werden. An die Pixelzahl braucht der Fotofreund keinen Gedanken mehr zu verschwenden. Die für die neuen Lifestyle-Kameras typischen acht Megapixel reichen mehr als aus. Wichtiger sind heute die Monitorgröße, ein optischer Bildstabilisator und eine Brennweitenspanne, die den persönlichen Vorlieben entspricht. Der eine bevorzugt Weitwinkelobjektive, die möglichst viel im Bild einfangen. Der andere möchte lieber Objekte mit einem großen Zoom nah heranholen. Beides ist möglich – trotz ihrer kompakten Maße und des schicken Äußeren.

Hartmut Krafczyk