Oma ist tot, und alle sind gekommen, um Abschied zu nehmen. Doch zwischen Friedhof und Leichenschmaus brechen alte Grabenkämpfe auf. Die Erzählerin sitzt da, beobachtet und funktioniert. Sie spielt ihre Rolle in diesem einstudierten Spiel namens Familie und denkt sich weg. In ihre frühe Kindheit und Jugend, in der sie vor allem eines gelernt hat: dass man an Geheimnisse nicht rühren soll und am besten schweigt. Susanne Schirdewahn zeichnet mit einer klaren, poetischen Sprache das verstörend vertraute Bild einer ganz normalen schrecklichen Familie.