„Es fängt mit ein paar harmlosen Geschichten an, die man sich in einer Bar oder in einem Restaurant erzählt“, sagt der namenlose Freund zum Erzähler der Titelgeschichte „Minibar“, „und plötzlich ist man so sehr in das Leben des anderen verwickelt.“ Genau diesen Effekt haben die rund 30 Ministorys: Sie tragen harmlose Titel wie „Brief“, „Makler“ oder „Aspirin“, entfalten auf durchschnittlich vier Seiten aber eine enorme Kraft. Kolja Mensing lässt die potenziellen Dramen in verschiedensten Lebensentwürfen und Alltagssituationen nur kurz aufscheinen. Dann blendet er wieder aus. Nicht immer unbeschadet kommen die Figuren davon.