Überrschender Weise hieß die große Gewinnerin des Abends Duffy. Die Walisische Pop-Sängerin gewann in den Kategorien „Bestes britisches Album (für „Rockferry“)“, „Beste britische Solokünstlerin“ sowie „Britischer Durchstarter“. Nachdem Coldplay Anfang des Monats drei Grammys eingesackt hatten, galten sie auch bei den „Brit Awards“ als große Favoriten. Doch trotz vierfacher Nominierung konnte die Truppe um Frontmann Chris Martin nicht einen einzigen Preis einheimsen. Dabei wurden in der Vergangenheit alle Alben von Coldplay mit einem „Brit Award“ geehrt.

Neben Coldplay und Duffy spielten auch U2, Take That, Kings Of Leon, Estelle und The Ting Tings, Girls Aloud sowie die Pet Shop Boys live. Letztere wurden für ihre musikalische Leistung mit einem Sonderpreis bedacht. Die Sugababes boykottierten wie angekündigt die Award-Show, da sie trotz 5,5 Millionen verkaufter Alben und sechs Nummer-Eins-Hits in Großbritannien bisher noch keinen Preis mit nach Hause nehmen durften – in diesem Jahr wurden sie nicht einmal nominiert.
André Depcke

Die Nominierten (und Sieger ***) im Überblick:

Beste britische Single

Adele („Chasing Pavements“)
Alexandra Burke („Hallelujah“)
Coldplay („Viva La Vida“)
Dizzee Rascal ft. Calvin Harris and Chrome („Dance Wiv Me“)
Duffy („Mercy“)
Estelle feat. Kanye West („American Boy“)
Girls Aloud („The Promise“) ***
Leona Lewis („Better In Time“)
Scouting For Girls („Heartbeat“)
The X Factor Finalists („Hero“)

Mastercard British Album

Coldplay („Viva La Vida Or Death And All His Friends“)
Duffy („Rockferry“) ***
Elbow („The Seldom Seen Kid“)
Radiohead („In Rainbows“)
The Ting Tings („We Started Nothing“)

Beste britische Gruppe

Coldplay
Elbow ***
Girls Aloud
Radiohead
Take That

Bester britischer Solokünstler

Ian Brown
James Morrison
Paul Weller ***
The Streets
Will Young

Beste britische Solokünstlerin

Adele
Beth Rowley
Duffy ***
Estelle
M.I.A.

Britischer Durchstarter

Adele
Duffy ***
The Last Shadow Puppets
Scouting For Girls
The Ting Tings

Bester britischer Live-Act

Coldplay
Elbow
Iron Maiden ***
Scouting For Girls
The Verve

Bestes internationales Album

AC/DC („Black Ice“)
Fleet Foxes („Fleet Foxes“)
The Killers („Day & Age“)
Kings Of Leon („Only By The Night“) ***
MGMT („Oracular Spectacular“)

Beste internationale Gruppe

AC/DC
Fleet Foxes
The Killers
Kings Of Leon ***
MGMT

Bester internationaler Solokünstler

Beck
Neil Diamond
Jay-Z
Kanye West ***
Seasick Steve

Beste internationale Solokünstlerin

Beyonce
Gabriella Cilmi
Katy Perry ***
Pink
Santogold

Critic’s Choice Award

„Florence And The Machine“ ***

Besondere musikalische Leistung

Pet Shop Boys ***