Warschau-Praga ist die Heimat der Versager, sagt Dorota Maslowska und schreibt sich selbst als „MC Dorota Maslowska“ in den dort spielenden Roman hinein. Sie demonstriert eine gehörige Portion Selbstironie, schließlich hat sie als gerade mal 24-jährige Autorin die höchsten Literaturpreise ihres Landes abgesahnt. „Die Reiherkönigin“ erzählt in einer ungewöhnlich rasanten, an Rap erinnernden Sprache vom Absturz des Popstars Stan. Maslowska spart nicht an Medien- und Konsumkritik und zeichnet ein überdrehtes, kritisches Bild Polens.