Aserbaidschan feiert in Belgrad Premiere beim Eurovision Song Contest und lässt dabei nicht den geringsten Zweifel aufkommen, wie ernst es dem Land zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer ist. Als Engel und Teufel verkleidet lieferen sich die beiden Künstler Elnur Huseynov und Samir Javadzade ein musikalisches Duell, das jedem Musicalfreund die Freudentränen in die Augen treibt. Elnur Huseynov lebt erst seit seinem zwölften Lebensjahr in Aserbaidschan. Geboren wurde der Sohn einer Musiktheoretikerin und eines Beamten am 3. März 1987 in Aschgabat, der Hauptstadt von Turkmenistan. Der Pianounterricht in frühen Kindertagen schien bei ihm erst einmal keinen prägenden Eindruck zu hinterlassen: Die Eltern schickten den damals 13-Jährigen auf eine Schule, die auf ein späteres Medizinstudium vorbereiten sollten. Ein Jahr später wechselte Huseynov an eine Musikschule. Als Teenager arbeitete er für das staatliche Opern- und Ballettensemble und gewann 2003 die Fernsehshow „Sing deinen Song“.

Samir Javadzade, die teuflische Hälfte des Duos, wurde am 16. April 1980 in Baku geboren. 1997 schrieb sich Javadzade an der Wirtschaftsuniversität von Baku am Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen ein. Eine Musikkarriere beginnt eigentlich anders, aber nur ein Jahr später besann sich der damals 18-Jährige auf seine wahre Berufung und sein Talent und ging für drei Jahre auf eine Musikschule. Während dieser Zeit sang Javadzade in der aserbaidschanischen Band Sharon. Als seine musikalischen Vorbilder nennt er Whitney Houston und Michael Jackson.