„O julissi na ditini, o bulo diti non slukati, sestrone dina katsu“ – das sind die letzten Textzeilen des Songs „Oh julissi“, mit dem die belgische Gruppe Ishtar am 20. Mai im ersten Grand Prix Halbfinale von Belgrad antritt. Der Versuch diesen Satz mit Hilfe eines wallonischen oder flämischen Wörterbuchs einen Sinn zu geben, nützt leider nichts. Unsere belgischen Nachbarn haben sich zum zweiten Mal in ihrer Geschichte dazu entschlossen, mit einer Kunstsprache auf die Jagd nach Länderpunkten zu gehen.
Die Gruppe Ishtar, benannt nach der babylonischen Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit, formte sich im Jahr 2003 und besteht eigentlich aus zehn Mitgliedern. Da die Regeln des Eurovision Song Contest aber nur sechs Künstler auf der Bühne zulassen, wird die Leadsängerin Soetkin Baptist in Belgrad nur vom Gitarristen und Komponisten Michel Vangheluwe und dem Quartett Ann, Marleen, Els und Hans Vandaele begleitet. Die vier Geschwister übernehmen Gesangsparts und spielen Querflöte, Klarinette, Geige und Cello.