Frankreich gehört zusammen mit Spanien, Großbritannien und Deutschland zur Gruppe der „Big Four“. Die vier Länder bilden das finanzielle Fundament des Grand Prix und erhalten dafür ein besonderes Privileg: Sie müssen sich nicht für einen Startplatz im Finale qualifizieren. Anstatt auf einen klassischen Chanson zu setzen, zeigen sich die Franzosen angesichts der Punktekrise der letzten Jahre risikofreudig und schicken Sébastian Tellier mit der synthetischen Elektropop-Nummer „Divine“ nach Belgrad. Nicolas Godin und Jean-Benoît Dunckel von Air nahmen den exzentrischen Soundtüftler mit ihrer Plattenfirma Record Makers unter Vertrag und Quentin Dupieux alias Mr. Oizo beteiligte sich an der Produktion seines Debütalbums „L’incroyable vérité“. Das Feuilleton bezeichnet ihn seit der Veröffentlichung seines fünften Albums „Sexuality“ und seinen Auftritten im Vorprogramm von Air, Moby und Röyksopp als ein verschrobenes Genie, das den französischen Chanson neu erfunden hat.