Die Sängerin Csézy ist erst die siebte ungarische Kandidatin beim Contest, ihr Song „Candlelight“ stammt aus der Feder von Viktor Rakonczai. Csézy kam 1979 in einer Kleinstadt mit knapp 18.000 Einwohnern mit Namen Mezőkövesd zur Welt. Was den Ort von anderen ungarischen Städten unterscheidet, ist seine folkloristische Tradition. Mezőkövesd ist das Zentrum der Matyós, einer katholischen Volksgruppe im Nordosten von Ungarn, die bekannt ist für ihre Festtagsbräuche, Trachten und Stickereien mit Blumenornamenten. Wer aber in Belgrad von Csézy einen Auftritt im Blumenkostüm erwartet, wird enttäuscht werden. Zwar unterstreicht ihre offizielle Biografie, dass die Matyó-Tradition in ihrer Familie sehr lebendig ist, aber beim Contest zählt der Erfolg und für diesen opfert Csézy nicht nur ein paar Stickereien, sondern sogar ihre Landessprache.