Es scheppert, es schrammelt. Und dennoch klingt alles ungemein eindringlich, eigenwillig. Vor allen Dingen aber so frisch wie selten bei einem Musiker seiner Generation. Phillip Boa, Indiestar, kreativer Querkopf und BVB-Fan, zeigt auf dem neuen Album „Faking To Blend In“, wie sich Indierock mit Ecken und Kanten anhören muss. Nämlich ein bisschen so wie damals, als Boa gegen Ende der Achtziger Jahre von Dortmund aus die internationale Musikwelt eroberte – mit sehnsüchtigen Melodien und verzwickt arrangierten Refrains. „Ich weigere mich einfach, alt und erwachsen zu werden“, behauptet der Dortmunder gelassen. Und weiter: „In meinem Job sind ja alle Menschen Berufsjugendliche. Das meine ich nicht negativ. Ich versuche halt nur, das Kind in mir aufrechtzuerhalten.“ Mit seiner ehemaligen Lebensgefährtin Pia Lund und natürlich seiner Band The Voodooclub stellt er das Album jetzt in Bochum vor.