Pssst, nicht weitererzählen: Kate Nash hat vor Kurzem das erste Mal geklaut. Und zwar in einem Plattenladen. „Dieses Plastik-ding, das immer zwischen den CDs steht. Da stand mein Name und der Titel meiner Single drauf“, gesteht Nash verlegen grinsend. Das musste sie haben. Schließlich kommt ihr ihr Erfolg selbst spanisch vor: Anfang des Jahres war sie noch ein Mädchen aus dem Londoner Vorort Harrow, das sich freute, wenn es 30 Pfund für einen selbst gebuchten Auftritt in einem Pub bekam, und plötzlich führt ihr Album „Made Of Bricks“ die britischen Charts an. „Unglaublich, wie schnell das alles ging“, sagt sie. „Ich glaube, ich muss es einfach genießen, auch wenn ich es kaum verstehe.“ Kein Wunder, dass sich jeder in sie und ihre Musik verliebt: Verspielten Pop mischt sie mit Lo-Fi-Indie-Charme, mit zarter Stimme singt sie eloquente, freche Texte. „Made Of Bricks“ ist ein wirklich erfrischendes Album. So erfrischend wie Nash selbst. Sie ist selbstbewusst und natürlich, liebt Krimskrams, Girlie-Sachen, Vintage und ihr Zuhause in Harrow. „Es ist schön, nach all dem Trubel in unser Wohnzimmer zu kommen und alles ist wie immer. Dann sitze ich einfach da, gucke Fernsehen und esse Toast und Bohnen.“
Nadine Lischick