Im Band eins seiner neuen Reihe „Der Seher“ präsentiert Deutschlands schnellster Krimiautor Friedrich Ani (Foto oben) einige Tote, eine ungewöhnliche Vater-Sohn-Beziehung bei der Polizei und jede Menge Münchner Lokalkolorit.
PRINZ: Friedrich Ani, ist München kriminell?
Ani: Laut Statistik liegt München bei der Kriminalität auf Platz 66 von insgesamt 82 untersuchten Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern. Das bedeutet: Ja, München ist definitiv nicht nichtkriminell.
PRINZ: Vor zwei Jahren haben Sie Ihre Krimikarriere für beendet erklärt – und sich kurz darauf mit „Idylle der Hyänen“ bravourös zurückgemeldet. Nur wer schreibt, lebt?
Ani: Schreiben war seit jeher wie Atmen für mich. Ohne den Krimi habe ich angefangen zu husten, das war ungesund. Deswegen habe ich gleich zwei neue Kommissare erfunden.
PRINZ: Sind Sie als Autor eher ein Lauscher oder ein Seher?
Ani: Vor allem bin ich ein „Schauer“, andererseits extrem stimmenempfindlich.
PRINZ: „Der Seher“ ist auf sechs Bände angelegt. Haben Sie das Ende schon im Blick?
Ani: Ich schau mal, wie „Der Seher“ sich so entwickelt.Anfang 2008 erscheint „Wer tötet, handelt“, danach sind zwei „Seher“-Bände pro Jahr geplant.