Für die einen war es nur ein Fehlgriff, für die anderen ein ausgewachsener Skandal: Beim Bachmannpreis 2007 ging Publikumsliebling Jochen Schmidt leer aus. Vielleicht handelten die Juroren aber auch in Schmidts Sinne – schließlich plaudert der Berliner Autor bevorzugt über persönliche Unzulänglichkeiten. Folgerichtig beschäftigt sich der heimliche Gewinner in den neuen Geschichten höchst lakonisch mit seiner Prüfungsangst, seiner Unattraktivität, seiner Unordentlichkeit, seinem Geiz und weiteren Eigenschaften, die andere vornehm unter den Teppich kehren.