Sie mag das Wort „Kritik“ nicht. Sie bevorzugt „Feedback“. Zum großen Verriss reizt „Flavors Of Entanglement“ in der Tat nicht – aber auch nicht zur Lobhudelei. Spätestens seit Alanis Morissettes dritter LP bekommt der geneigte Hörer stets, was er erwartet – in einer Verlässlichkeit, die man sonst von Leuten wie Phil Collins gewohnt ist. Dass ihr neuer Produzent Guy Sigsworth auch schon mit Björk im Studio war, hört man dem Album nur an wenigen Stellen an. Der Rest ist Alanis in ihren diversen, aber üblichen emotionalen Ausnahmezuständen – nett, aber unspannend. So viel kritisches Feedback muss sein.
Tim Sohr