Mit dreizehn Jahren las Richard Milward gegen den Willen seiner Mutter „Trainspotting“. Der Drogenroman von Irvine Welsh „machte mir plötzlich klar, dass man über alles Mögliche schreiben kann, auch total abgedreht.“ In seinem sechs Jahre später verfassten Debüt hat er genau dies beherzigt. „Apples“ erzählt die Anti-Liebesgeschichte zwischen zwei englischen Teenagern aus mehreren Perspektiven. Neben Adam, Eve und ihren Freunden kommen ein Baby, ein Vergewaltiger, ein Schmetterling und sogar Straßenlampen zu Wort. Die Neonleuchten bringen das Dilemma auf den Punkt: „Eve hatte sich nie für Jungs wie Adam interessiert – sie stand mehr auf Typen, die sie verarschten.“ Mit seinem provozierend rauen Ton bleibt Milward nah am echten Leben. Seine Figuren pendeln von einer Party zur nächsten, schlucken jede Menge Pillen – und verpassen dabei die Liebe.