Sein Vater ertrank einst als Frachterkapitän im Atlantik. Auch Raz Ohara fuhr in seiner Jugend zur See. Schunkelmusik macht der dänische Wahl-Berliner deswegen nicht, vielmehr durchfließen Melancholie, Einsamkeit und Sehnsucht alle seine Songs. The Odd Orchesta in Person von Oliver Doerell sorgt zudem für eine hintergründige, elektropoppige Untermalung. Zusammen verstehen sie sich bestens auf filigrane, minimalistische Lieder, die von romantischem Unglück künden und einem die Tränen wahlweise wegen Mitleid oder Rührung in die Augen treiben.
Steffen Rüth