Noch einen Zentimeter breitbeiniger, und es würde schmerzen. Mit Stop-and-go-Rock, Schmiss, Herz und ein bisschen Grobmeierei treiben Danko Jones die Klischees vor sich her. Das ist der Rock’n’Roll-Spirit einer Band, die sich endgültig für Hemden und gegen T-Shirts entschieden hat. Nur beim platten Kuschelrock von „Take Me Home“ klingt der namensgebende Sänger wie ein Stelzbock, der es billigend in Kauf nimmt, dass die Angebetete auf seiner Schleimspur ausrutscht, nur damit er sie in die Horizontale bekommt. Bei aller Liebe: So was hat er nicht nötig, dieser Danko Jones.
Michael Setzer