Das neue Frevert-Album klingt in keiner Sekunde konstruiert. Dabei hat der Ex-Frontmann der Band Nationalgalerie vier Jahre lang im Stillen minutiös daran gearbeitet. Unverkrampft und federleicht erzählt der Hanseat Geschichten über die Liebe, das Leben und den nicht immer zu ergründenden Sinn dahinter. Musikalisch verzichtet er auf großen, elektrisch verstärkten Band-Sound. Stattdessen wird alles von einfühlsamem Streichern, zarten Pianomelodien und einer meist sachte gezupften Akustikgitarre getragen. Solch poetisch minimalistischer Songwriter-Pop macht langsam, unauffällig, aber sicher süchtig.
Michael Leuffen