Südlich von Montreal entdeckten Arcade Fire eine hundertjährige Kirche, die sie kurzerhand kauften und zum Studio umbauten. Dort ließen sie sich treiben und gingen jeder Idee nach, wie schon auf ihrem vor morbider Schönheit strotzenden Debütalbum „Funeral“. Win Butlers Gesang ist hysterisch und herzzerreißend, der seiner Frau Reginé Chassagne sirenenhaft. „Neon Bible“ klingt verschroben und charmant, voller bittersüßer Klagelieder über zwischenmenschliche Beziehungen. Das können einfach nur Arcade Fire.