Die letzten Alben der Herren Stipe, Buck und Mills waren eher selbstgefällig bis behäbig. Damit ist jetzt Schluss: In ihrem 14. Studio-Epos besinnen sich die Altmeister ihrer College-Rock-Wurzeln mit Songs, die wieder nach Garage, nach linkem Protest sowie Eighties-Klassikern wie „Green“ oder „Document“ klingen. Kantige Riffs treffen auf charmante Melodien und bissige Texte, die mit der unheilvollen Allianz aus Patriotismus, Gottesfurcht und Profitgier abrechnen. Ein erfrischender Neuanfang für die Veteranen – und eine schallende Ohrfeige für George W. Bush. Wurde auch Zeit. Für beides.
Marcel Anders