Geschichten aus einer besseren Welt interessieren Judith nicht: Sie träumt vom depressiven Finnland oder vom melancholischen Argentinien. Kurz nachdem ihre Mutter die Familie verlassen hat, entflieht die 16-Jährige ihrem gewalttätigen Elternhaus. Als sie nach ein paar Tagen zurückkehrt, ist ihr Zimmer untervermietet. Judith strandet in einer betreuten Wohngruppe und trifft dort auf ähnlich orientierungslose Jugendliche. Lucy Fricke schont den Leser nicht, lässt aber ein Fünkchen Hoffnung glühen.