Robbie Williams hat es, Pete Doherty ebenfalls, Iggy Pop ist wohl darüber hinweg: das Drogen problem. G. Love alias Garrett Dutton ist auch seinen Süchten unterlegen, allerdings machen die nicht paranoid und lebensmüde, sondern lediglich Karies. Als er noch Straßenmusiker in Boston war, legte er nach einem langen Tag in den Fußgängerzonen seine Gitarre auf die Veranda, ging in die Küche und mischte sich jedes Mal einen großen Krug Zitronenlimonade. Seine Liebe zur Brause war so innig, dass er sich Folgendes schwor: Wird meine Musik je mit einem Plat tenvertrag belohnt, dann lasse ich mir das Wort „Lemonade“ eintätowieren. Das ist mittlerweile 14 Jahre her, und G. Love ist mit Steel Guitar, Mundharmonika und lässigen Rap Einlagen zum bestgelaunten Sonderling der Blues Szene geworden. Mit Jack Johnson und Ben Harper verbindet ihn eine enge Freundschaft, unzählige Male saßen die drei zusammen im Tourbus. Daher verwundert es nicht, dass Johnson und Harper jetzt auf G. Loves Album „Lemonade“ auftauchen, ge-meinsam mit einer ganzen Reihe anderer Folk und HipHop Größen wie Donavon Frankenreiter oder Rapper Gift of Gab von Blackali-cious. „Lemonade“ ist randvoll mit sonnengereiften Partytracks, die an die Coolness, den Style und die Leichtigkeit des Seins appellieren. Das perfekte Sommeralbum, das man am bes-ten mit nichts anderem kombiniert als mit einem Glas Limonade.