Wer ihr zweites Album „A Weekend In The City“ nicht mochte, hat eines der großen urbanen Jugend- und Stil-Gemälde unserer Zeit nicht verstanden. Zum Glück aller Skeptiker, für die nach dem Debüt „Silent Alarm“ nur noch die Sintflut kam, bleibt bei Kele Okereke und Band aber alles anders. „Intimacy“ vereint nicht nur die Produzenten, Paul Epworth und Jacknife Lee, sondern auch die Stimmungen der ersten beiden Alben, klingt aber trotzdem nicht nach Konsens. Der Song „Mercury“ ist ein nervöses Industrial-Ungetüm, „Halo“ atmet den Wave der Anfangstage, und „Signs“ nimmt den Hörer mit in ein Paralleluniversum, das nur diese Band offenbaren kann. Volltreffer: Bloc Party spielen den intelligentesten Pop seit Depeche Mode.

Tim Sohr

Video-Tipp: „Mercury“ von Bloc Party