Die Musik des sechsköpfigen DJ- und Produzenten-Kollektivs Jazzanova erinnert schon immer an ein musikalisches Ministeck-Mosaik. Ähnlich wie bei diesem Bastelvergnügen arbeiten auch die Berliner mit einer Art Rasterplatte, die von jedem Mitglied mit Soundideen bestückt wird. Für ihr zweites Album haben sie die kreative Freiheit in Bahnen gelenkt und zwölf locker groovende Arrangements zwischen Soul, Jazz und HipHop angefertigt. Statt Tracks gibt’s Songs, statt instrumentaler Coolness wärmenden Gesang von Gästen wie der Soul-Legende Leon Ware oder dem US-Rapper Phonte. Auch ein Streichorchester wurde eingeladen, damit die Pop-Emotionen besonders anschmiegsam wirken. Souljazz mit hohem Hipnessfaktor – leger und zeitlos.
Michael Leuffen