Die Wahl am 04. November 2008 wird in die Geschichte der Vereinigten Staaten eingehen. Denn Obama siegte nicht nur deutlich gegen seinen republikanischen Kontrahenten John McCain, sondern auch gegen alle bestehenden Vorurteile von Schwarz und Weiß im multikulturellen Amerika. Noch nie hat es einen Präsidenten afro-amerikanischer Herkunft gegeben. Jetzt stehen die Zeichen auf Wandel.

Noch in der Nacht trat Barack Obama mit seiner Familie vor mehrere tausend jubelnder Wähler in seiner Heimatstadt Chicago und verkündete: „The change has come“. Dies sei die Zeit, um den amerikanischen Traum wiederzubeleben. „Wenn es jemanden gibt, der daran zweifelt, dass in Amerika alles möglich ist, dann ist diese Nacht die Antwort darauf“, so Obama. Die Wahl sei ein Beweis der Macht der Demokratie gewesen und habe gezeigt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ein Volk seien – egal, ob schwarz oder weiß, reich oder arm.

Video-Tipp: Barack Obamas Siegesrede in Chicago

Für den Einzug ins Weiße Haus benötigt ein Kandidat mindestens 270 Wahlmännerstimmen. Nach aktuellen Hochrechnungen sicherte sich Barack Obama sogar 338 Wahlmännerstimmen – im Gegensatz zu John McCain, der bei derzeit 163 Wahlmännern liegt. Zwar werden nach wie vor in einigen Bundesstaaten Stimmen ausgezählt, aber der Sieger steht entgültig fest. Nach der achtjährigen Ära Bush wird nun Barack Obama das Land regieren und sich den enormen Herausforderungen stellen müssen. Die Wahl hat er gewonnen. Jetzt muss er zeigen, dass er noch weitaus mehr kann – als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Anja Greszik