„Bloß nicht die Kupplung treten, sonst schmierst du ab“, warnt mich Instruktor Wolfgang. Wir stehen auf einem Berg mitten in der spanischen Pampa bei Valencia und recken unsere Hälse nach vorn. Vor uns liegt ein Abhang, der so steil ist, dass ich’s mit Skiern nicht wagen würde. „Los, pack ma’s!“ Gut. Ich steige etwas blass in mein Testauto, wedele dann aber souverän mit dem Fuß auf der Bremse die Steilwand hinunter. Eines steht fest: Mit einem normalen Auto ist hier schnell Ende im Gelände. Mein Puls schlägt trotz extremer Kopfüberlage ruhig. Schließlich ist mein automobiler Kumpel ein Suzuki Grand Vitara. Und der ist, im Gegensatz zu den meisten Sport Utility Vehicles (SUVs), tatsächlich nicht nur für den unbefestigten Weg zum Golfhaus konzipiert. Problemlos lenke ich den komfortablen Dreitürer weiter durch knietiefe Pfützen, klebrigen Matsch und über staubige Schotterpisten. Für Jäger und Alm-Öhis scheint es kein besseres Vehikel zu geben. Doch was geht’s den Stadtmenschen an? Ein kurzer Sprint auf geteerter Strecke beweist: Auch auf der Autobahn stellt sich der komfortable Kraxler ganz passabel an. Und so schön vollgematscht wie jetzt wäre ihm auch die Aufmerksamkeit auf dem Flanier-Boulevard gesichert. Carmen Meyer