Das umfangreiche Begleitbuch zur Ausstellung im Renaissanceschloss Schallaburg dokumentiert Leben, Kunst und Kultur zur Zeit der Kreuzritter. Beginnend im 11. Jahrhundert verdeutlicht der Band jene Situation in Europa und im Nahen Osten, die den Ursprung der Kreuzzüge begründete: Das Zeitalter war nicht nur von religiösen Ambitionen der Pilger und Bußwallfahrenden geprägt, sondern auch von einem wirtschaftlich beseelten Expansionsgedanken der Europäer. Die folgenschweren Worte »Deus Lo Vult!« – »Gott will es!« von Papst Urban II. im Jahre 1095 waren der Anstoß für Millionen Christen, zur angeblichen Rettung Jerusalems in den Nahen Osten zu ziehen.
Erst vier Jahre später, 1099, gelang Gottfried von Bouillon in einem blutigen Gemetzel die Einnahme der Stadt Jerusalem.

Das Ende der Kreuzzüge leitete die Schlacht bei Hattin im Jahre 1187 ein, in der das Heer des Sultans Saladin über die Kreuzritter obsiegte. 1291 fiel Akkon, die letzte Burg der europäischen Ritter. Ein kulturgeschichtlicher Abriss berichtet von Zusammenleben, Konfrontation und Austausch zwischen den unterschiedlichen religiösen Bevölkerungsgruppen. Ausführlich wird auf die drei wohl bekanntesten Persönlichkeiten der Kreuzzüge eingegangen: Papst Urban II., Richard Löwenherz und Sultan Saladin. Mit zahlreichen Exponaten aus dem Vorderen Orient sowie aus europäischen Museen, Bibliotheken und Sammlungen gibt der Band Anregungen, eröffnet Perspektiven und schafft somit neue Blickwinkel auf ein fast 1.000 Jahre altes und zugleich brandaktuelles Thema.