Als Kind war es das Größte, wenn endlich Schnee lag und man sich einen Parcours für den ferngesteuerten Jeep bauen konnte. Stunden hat es gedauert und am Ende hat sich die Piste durch den ganzen Garten geschlängelt. Leider umsonst, denn das bunte Gefährt aus der Spielzeugabteilung ist schon an der ersten Steigung gescheitert. Es stand davor, heulend und mit durchdrehenden Reifen.
Ob es die Suzuki Allradler auch als ferngesteuerte Spielversion gibt?‘ , geht mir durch den Kopf, während ich abwechselnd mit dem Jimny, Grand Vitara, SX4 oder 4×4 Swift souverän über die Berstrecke cruise. Kein Wunder, dass ich hier, im österreichischen Kühtai, infantilen Gedanken nachhänge – soviel Schnee sieht man in Hamburg nie und wann hat man bitte sonst die Gelegenheit, darin ausgelassen mit Autos zu spielen?

Die Bergstrecke ist nur ein Programmpunkt von vielen beim diesjährigen Suzuki Snow Camp. Die Kraxler meistern die Strecke jeweils ohne Probleme, auch auf der vereisten „Dynamikfläche“ kommt es nicht zu wackeligen Ausbrüchen. Allerdings bei meiner Lieblingsdisziplin: dem Slalom mit dem Spike bereiften Rallye-Swift. Während ich um die Pylonen drifte, feuert mich der schwedische Rallye-Profi PJ Andersson auf dem Beifahrersitz an: „Speed, more Speed! Great!“ Sein Enthusiasmus führt zu einer leichten Selbstüberschätzung meinerseits (Jaaa, ich bin Michèle Mouton!) und schwupps- schlittern wir in den harten Schneeberg.

Genug der Fahraktionen. Denn zu jedem Snow Camp gehört auch der zünftige Hüttenzauber. Zusammen mit dem Suzuki-Team, Journalisten, Händlern, Lesern und Prominenten sitze ich später schunkelnd auf der Berghütte. Gemeinschaftlich brutzeln wir unser Fleisch auf dem heißen Stein, während DJ Ötzi aus den Lautsprechern grölt. In 2020 Metern Höhe ist alles erlaubt. Mit reichlich Grog in den rotwangigen Köpfen schwingen wir uns später auf die Hornschlitten und rodeln so rasant den Hang hinunter, als würde es einen Grand Vitara zu gewinnen geben. Carmen Meyer