Obwohl sie nur einen Teil des ganzen Spektakels ausmacht, entscheidet oftmals die Feier darüber, ob eine Hochzeit in guter oder schlechter Erinnerung bleibt. Aber: Festtagsmenü, Getränke, DJ – das kostet. Günstiger wird’s, wenn man seinen Gästen aufträgt, eine extra große Portion ihres Lieblingsgerichts mitzubringen. Das ist nicht kleinlich, sondern originell: So füllt sich das Büfett mit regionalen Spezialitäten, und gleichzeitig haben die Leute etwas zu reden.

Das Wichtigste an diesem Tag bleibt jedoch die Musik. Ob in einer abgewetzten Bar, einem stylischen Loft oder in einem still gelegten Jahrhundertwendebahnhof: Wenn die Musik stimmt, stimmt die Party. Unverzichtbar ist deshalb der geschmackssichere DJ, am besten aus dem Freundeskreis. Der spielt „Iris“ von den Googoo Dolls als Eröffnungswalzer und „Come Rain Or Come Shine“ in der Mary-J.-Blige-Version, um der Bedeutung des Tages Ausdruck zu verleihen. Wenn sich dann die Braut noch „Misread“ von Kings Of Convenience wünscht, um der besten Freundin zu zeigen, dass eine Hochzeit nicht das Ende einer Frauenfreundschaft bedeutet, steuert der Abend auf ein grandioses Ende zu.

Und spätestens bei „Under Pressure“ von David Bowie und Queen ahnt das Brautpaar: Man kann eine Nacht kaum schöner beschließen, als mit einem einstimmig von Freunden gegrölten „Why can’t we give love a chance?“.

Léonie Roose