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Sie haben einen Leipzig-Tipp, der in unserem Cityguide noch fehlt? Verraten Sie im PRINZ Club Ihre absoluten „Musts“ der Stadt.


Umringt von Auenwald und Neuseenlandschaft, verbinden sich in der pulsierenden Innenstadt Großstadtflair und Gemütlichkeit, Tradition und Moderne. Eine Metropole mit Herz, in der man nicht viel Aufhebens um seine Besonderheit macht, sondern sie einfach genießt.
Musik- und Kunsthochburg in einem, stehen der Thomanerchor, die Oper und das Gewandhaus genauso für sich wie hochkarätige Museen wie das Grassi Museum oder das Museum der bildenden Künste. Doch Leipzig lässt sich nicht festnageln auf der Traditionsschiene und so findet man neben den großen Publikumsmagneten zahlreiche Liebhaberprojekte. Beispiele dafür sind die lebendige Off-Theater-Szene mit Spielstätten wie dem Lofft oder der Schaubühne Lindenfels, sowie den vielen kleinen Galerien und Kunstcafés, die über ganz Leipzig verstreut sind. Aushängeschild dieses besonderen Enthusiasmus ist das Gelände der Alten Baumwollspinnerei in Schleußig, wo sich die junge Kunstszene mit einem Galeriezentrum angesiedelt hat und zeitgenössische Arbeiten präsentiert.
Die Lebendigkeit der Stadt zeigt sich auch an der ausgiebig zelebrierten Freisitzkultur. Bei einem Bummel durch die autofreie City laden fast alle Kneipen und Restaurants zur gemütlichen Freisitzrunde ein. Die kulinarische Vielfalt reicht dabei vom sächsischen Feinschmeckerrestaurant bis hin zum überfüllten Irish-Pub. In der Innenstadt (City) mit ihren zahlreichen Passagen und Innenhöfen findet das bunte Treiben dann seinen Höhepunkt im Barfußgässchen. Dicht gedrängt sitzt man dort, vor allem im Sommer, bis in die frühen Morgenstunden und genießt südländisches Flair in Mitteldeutschland. Neben der Innenstadt haben sich vor allem die Gottschedstraße und die City-Süd entlang der Karl-Liebknecht-Straße als Kneipenmeilen etabliert. Aber auch abseits dieser Hot-Spots gibt es Geheimtipps wie die Münzgasse, die zum gemütlichen Beisammensitzen einladen.

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Toleranz wird in Leipzig groß geschrieben. Davon zeugt die alternative Szene, die sich vor allem im lebendigen Süden in Connewitz und Teilen der Südvorstadt angesiedelt hat. Im ehemaligen Kino UT Connewitz finden Lesungen, Kinoabende und Konzerte statt, ähnlich wie in der naTo oder dem Tanzcafé Ilses Erika, das mit seinen Clubabenden eine der bekanntesten Indie-Adressen Deutschlands ist. Obwohl Leipzig im Vergleich zu Städten wie Berlin, Hamburg oder München eher klein ist, verfügt es über ein erstaunlich reges Nachtleben und ist der Anziehungspunkt für Nachtschwärmer aus der gesamten Region. Ebenfalls in der Südvorstadt findet man einen der ältesten Technoclubs in Deutschland, die Distillery, im Superlativ geschlagen nur noch von der Moritzbastei mitten im Zentrum, dem größten Studentenclub Europas. Im Flair des alten Festungsgewölbes treffen sich dort Mittwochs und Samstags Feierwillige jeder Couleur um zusammen bei günstigen Preisen und lokalem Bier die Nacht durchzutanzen. Der trendbewusste Partygänger tauscht derweil im Nachtcafe Neuigkeiten und Nummern, andere genießen laue Sommernächte im wohl einzigen Club mit dazugehörigem Biergarten, dem TV-Club in der City-Nord. Etwas exklusiver geht es im Markt 1 oder der Buddha Art Gallery zu, in denen das Publikum zum Motto „sehen und gesehen werden“ tanzt. Aber wie gesagt, Leipzig liebt es tolerant und so wird sich jeder, egal wohin es ihn in einer heißen Partynacht verschlägt, willkommen fühlen. Aber auch Plagwitz steht den anderen Stadtteilen in nichts nach: Ob tagsüber ein Essen im Stelzenhaus oder abends ein Abstecher ins Victor Jara – hier findet jeder das Passende für sich. Und wenn die Zeit des Abschieds naht, kann man sich das Warten auf den Zug in den Promenaden Hauptbahnhof vertreiben. Auf drei Ebenen kann man dort in über 80 Shops noch schnell ein paar Andenken kaufen und nebenbei den größten Kopfbahnhof Europas bestaunen. Einen Grund für einen Besuch in Leipzig findet sich bestimmt immer: seien es Messen wie die Buchmesse, die AMI, das legendäre Wave-Gothic-Treffen, der historische Weihnachtsmarkt, die Bachtage oder einfach nur die schönen Mädchen, die ja bekanntlich in Sachsen auf den Bäumen wachsen!
Kristin Hübner