Es gibt sie leider nicht wie Sand am Meer: Gut aussehende Kleinwagen sind etwa so rar wie tatoofreie Blondinen an Ibizas Stränden im Hochsommer. Ex-Lamborghini-Designer Luc Donckerwolke schneiderte dem neuen Ibiza eine wirklich elegante Hülle. Unter der steckt wie bei allen Seats solide VW-Technik. Der feurige Spanier darf als erster die brandneue Plattform des VW-Polo mit längerem Radstand, breiterer Spur, größeren Rädern und verbessertem Fahrwerk nutzen. Man spürt’s an den sehr ausgewogenen Fahreigenschaften. Da der Ibiza aber gern von jungen Wilden bewegt wird, spendiert Seat sicherheitshalber den Schleuderverhinderer ESP serienmäßig. Ein feiner Zug angesichts des günstigen Einstiegspreises von 12.190 Euro.

Auch der Innenraum glänzt mit pfiffigen Details: Für 50 Euro Aufpreis gibt es eine praktische Dockingstation fürs mobile (TomTom-)Navi direkt auf dem Amaturenbrett. Und ein optionaler iPod- Anschluss mit komplettem Titelzugriff sorgt dafür, dass sich junge Fahrer im Ibiza so wohlfühlen wie Top-DJ Sven Väth im legendären Club Amnesia. Beim Sprint über rockige Strecken beweist der Ibiza Nehmerqualitäten. Die gute Federung steckt die meisten Beats locker weg.


Daten und Fakten

Grundpreis: von 12 190 bis 17 660 Euro
Motor: drei Benziner mit 70, 85 und 105 PS,
drei TDI-Diesel mit 80, 90 und 105 PS
Leistung 70 PS: in 15 Sek. von 0 auf 100 km/h
Verbrauch 70 PS: 5,9 l Super auf 100 km/h
Emission 70 PS: 139 g/kg CO2
Gepäckraum: 292 Liter