Während sein Sohn Jean Michel als Wegbereiter elektronischer Musik gilt, ist Maurice Jarre vor allem durch seine elegischen Filmmusiken bekannt geworden. Dafür hat er allein drei Oscars eingeheimst, unter anderem für seine Kompositionen zu „Lawrence von Arabien“. Wenn Jarre am 12.2. im Kino International den Ehrenbär der diesjährigen Berlinale erhält, wird eine Vorführung dieser legendären Verfilmung ein weiterer Programmpunkt der abendlichen Hommage werden. Dieser sich auf Breitwandformat ausbreitende Streifen ist zugleich Teil der Retrospektive der Festspiele. Dazu sind auch Vorträge geplant, etwa mit Breitfilm-Fan Tom Tykwer und Filmhistoriker Kevin Brownlow. Ausgegraben wurde die erste deutsche Breitfilmproduktion „Flying Clipper – Traumreise unter weißen Segeln“ von 1961/62, die 70-mm- Kopie war geschrumpft und rotstichig. Das zu restaurieren, ist durchaus eine technische Herausforderung, denn nur noch wenige Kopierwerke weltweit können neu auf 70 mm kopieren. Absolute Höhepunkte werden die Aufführungen von Konrad Wolfs „Goya“, die Bernstein-Verfilmung „West Side Story“, Sergej Bondartschuks „Krieg und Frieden“ und natürlich des Klassikers aller Breitwandfilme, „Ben Hur“.