Haris Kakarouhas Fotografien entstehen alle in natürlichem Licht. Eigentlich kennzeichnend für Dokumentar- und Reprotagefotografie transportiert diese Technik hier eine demokratische, liberale Ethik und Kultur: Jedes Subjekt wird in natürlichem Licht festgehalten, unverfremdet, glaubwürdig und respektvoll. Gestalten tauchen aus dem Licht auf die zuallererst als Körper wahrgenommen werden, ohne verstandesmäßige Taxierung. Dieser Stil bestimmt das meditative Moment in Kakarouhas Aufnahmen, deren Rhythmus und Empathie eine spezielle Atmosphäre kreieren, die weit über die eigentlich abgebildete Situation hinaus verweist. Hinzu kommt eine gesättigte Farbigkeit, ein merkwürdiges Changieren zwischen Entrücktheit und intensiver Präsenz, die uns fast die Düfte kubanischer Wohnungen und Plätze spüren lässt. Die inneren Personen hinter den Motiven interessieren diesen Fotografen, der uns Geschichten von Glück und Vergänglichkeit des Moments erzählt.