Sie war in der Schule eine der wenigen, die ihre Mathehausaufgaben gemacht haben, und neben der Schule viel unterwegs. Heute arbeitet Kirstin Mohr noch immer gerne mit Zahlen – und ist neben der Arbeit viel unterwegs: „In der Schule habe ich bei den Hamburger Alsterspatzen, dem Kinderchor der Hamburgischen Staatsoper, gesungen und wollte Sängerin werden. Oder Ballett-Tänzerin, wie jedes Mädchen. Heute bin ich im Auslandsvertrieb des Modelabels Olsen.“ Der Weg dahin: „Nach der Schule wollte ich Kulturwissenschaften studieren und im Kulturmanagement arbeiten, aber der Numerus clausus war zu hoch. Deswegen schrieb ich mich für Lehramt an berufsbildenden Schulen in Lüneburg ein, um quereinzusteigen. Irgendwie kam ich davon aber ab, studierte BWL und machte mein Diplom.

Ein halbes Jahr war ich bei einem Presseimporteur in London im Praktikum, schrieb die Diplomarbeit über den Export von Printmedien und wollte im Vertrieb eines Verlages anfangen. Zufällig landete ich aber im Auslandsvertrieb von Tom Tailor und bleibe bis heute der Modebranche treu.“ Verpasste Chancen: „Manchmal denke ich darüber nach, ob ich es nicht wenigstens hätte versuchen sollen, für ein Gesangsstudium vorzusingen. Aber im Grunde bin ich so viel glücklicher, weil ich mir den Gesang als Hobby neben dem Beruf bewahrt habe.“ Die Zukunft: „Ich bin zufrieden und habe nicht den Drang, etwas zu verändern. Aber ich bin immer offen für Neues.“