Als Schüler wusste Daniel Meinecke genau, was er wollte. Damals war er ein Einzelgänger, der dazu neigte, die Menschen um sich herum zu vergessen. Das hat sich geändert, heute nimmt er Rücksicht auf andere. Zielstrebig ist er aber weiterhin, und zugleich flexibler als zu Schulzeiten. „In der Schule wollte ich Arzt werden. Zwischenzeitlich auch Psychologe, aber dann kehrte ich wieder zu den ursprünglichen Plänen zurück. Heute bin ich Assistenzarzt in der Psychiatrie des Kreiskrankenhauses Rendsburg.“ Der Weg dahin: „Direkt nach dem Abi nahm ich mein Studium auf. Für das Medizinstudium muss man nicht schlau sein – man muss auswendig lernen können und leidensfähig sein. Danach arbeitete ich in der Inneren Medizin und in der Neurologie und Schmerztherapie. Nun bin ich in der Psychiatrie im KKH Rendsburg.

Der Weggang aus Hamburg nach der Schule war für mich ein großer Glücksfall, denn durch das Studium in einer fremden Stadt habe ich sehr viel an Selbstständigkeit und Lebensqualität gewonnen.“ Verpasste Chancen: „Während des Studiums war mir klar, ich lerne genau den Beruf, der für mich richtig ist. Allerdings war ich von Anfang an so sehr auf Medizin fixiert, dass ich nicht über den Tellerrand geschaut habe: Es gibt schließlich noch viele andere interessante Berufe und Studiengänge. Außerdem bedaure ich es, nie einen längeren Auslandsaufenthalt, eine Reise oder ein Auslandssemester, gemacht zu haben.“ Die Zukunft: „So bald wie möglich steht der Abschluss meiner Facharztweiterbildung für Psychiatrie und Psychotherapie an. Danach habe ich entweder die Möglichkeit, in der Klinik als Oberarzt Karriere zu machen oder mich mit einer eigenen Praxis niederzulassen. Vor allem aber möchte ich für meine Familie da sein und die verbleibende Freizeit genießen.“