Er war nicht der Ehrgeizigste und hätte in der Schule mehr erreichen können. Thorsten von Rein gehörte immer zu den spaßigen Typen, die die anderen zum Lachen brachten. Heute hat er immer noch Spaß mit den Kollegen – als Vorgesetzter ist er aber auch Vorbild, weshalb er sich oft ernst und seriös geben muss. „In der Schule hatte ich eigentlich keinen Berufswunsch. Obwohl – irgendwann wollte ich Archäologe werden. Diese Idee ist aber schnell wieder verflogen. Heute bin ich Polizeikommissar und Diplomverwaltungswirt Fachbereich Polizei.“

Der Weg dahin: „Für die Ausbildung zum Polizeibeamten hatte ich genau zwei Bewerbungen geschrieben: Ich wollte unbedingt in meiner Heimatstadt bleiben, aber um das Gewissen meiner Mutter zu beruhigen, bewarb ich mich auch noch in einer anderen Stadt. Nach erfolgreich absolvierten Tests in meiner Wunschstadt folgte die dreijährige Ausbildung: 4 Semester Studium, 2 Semester Praktikum, dann noch die Diplomarbeit. Durch das Abitur hatte ich die Möglichkeit, gleich im gehobenen Dienst einzusteigen. Nach der Ausbildung führte mich mein beruflicher Weg zur Landesbereitschaftspolizei Hamburg – und da arbeite ich bis heute.

Mittlerweile bin ich Beamter auf Lebenszeit und müsste mir schon ganz schön Mühe geben, um das zu vergeigen.“ Verpasste Chancen: „Ich werde häufig gefragt, ob mir der Job gefällt, ob ich mit dem Schichtdienst klarkomme, ob ich den Beruf erneut wählen würde, wenn ich die Wahl hätte. Die Antwort ist einfach: Ich bin froh, dass ich diesen Beruf gewählt habe und würde es jederzeit wieder tun.“ Die Zukunft: „Ich werde ehrgeizig sein und mich beruflich weiter entwickeln. Privat planen meine Frau und ich, die Familie zu vergrößern. Allerdings nicht, bevor wir unser Projekt Tibetreise verwirklicht haben.“