Früher war Katja Eichgrün extrem schüchtern und zurückhaltend. Zum Glück wurde sie am Anfang ihres beruflichen Werdeganges öfter ins kalte Wasser geworfen. Inzwischen ist sie wesentlich selbstbewusster. Und das wirkt sich nicht nur auf den Beruf, sondern auch aufs Privatleben aus: „In der Schule wollte ich Kriminalpolizistin à la ,CSI‘ werden. Ich fand es spannend, anhand der Größe von Maden den Todeszeitpunkt feststellen zu können. Heute bin ich Versicherungsfachwirtin bei der Hamburg-Mannheimer.“ Der Weg dahin: „Nach dem Abi war ich eigentlich ziemlich planlos, fing dann eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau bei der Hamburg-Mannheimer an. Ich fand Versicherung zwar nicht besonders spannend, wollte aber erst mal was in der Tasche haben. Ich durchlief sämtliche Abteilungen im Innen- und Außendienst und stellte fest, dass der Beruf keineswegs öde und langweilig sein muss. Als ich nach zweieinhalb Jahren die Ausbildung beendete, war das Angebot an unbefristeten Arbeitsplätzen in der Firma sehr rar. Deswegen bewarb ich mich extern beim Versicherungsdienst des Axel Springer Verlages, wo ich ein Jahr arbeitete.

Anfang 2002 kehrte ich zur Hamburg-Mannheimer zurück und begann zusätzlich im Abendstudium die Fortbildung zur Versicherungsfachwirtin. Durch Teilnahme an Arbeitskreisen, Durchführung von Schulungen und Geschäftsstellenreisen zusätzlich zur normalen Vorgangsbearbeitung ist die Arbeit abwechslungsreich und macht mir nach wie vor Spaß.“ Verpasste Chancen: „Ein Auslandssemester oder ein Jahr jobben in Australien – das hättest du nach dem Abi mal machen sollen, denke ich manchmal. Dafür ist es jetzt zu spät. Aber ob das wirklich eine verpasste Chance ist? Wer weiß, wo ich dann jetzt gelandet wäre. Außerdem hätte ich dann meinen ehemaligen Mitazubi und jetzigen Mann nicht kennen gelernt. Hin und her gerissen war ich außerdem bei meinem Wechsel von Axel Springer zurück zur Hamburg-Mannheimer. Jetzt weiß ich aber, dass ich die Entscheidung genau richtig getroffen habe.“ Die Zukunft: „Momentan ist bei uns alles im Umbruch, die Abteilungen werden umstrukturiert. Mal sehen, was die Zukunft so bringt.“