Skurrile Figuren, kunterbunte Schauplätze und eine wohlklingende Erzählerstimme: „Pushing Daisies“ könnte glatt als modernes Märchen oder gar als realer Cartoon durchgehen. Inszeniert wird die unterhaltsame Serie über den Kuchenbäcker Ned mit einem charmanten, leicht schwarzen Humor. Getreu der Devise „Erste Berührung wieder am Leben, zweite Berührung für immer tot“ besitzt Ned die Gabe, Menschen zu reanimieren. Diese Gabe nutzt er nun zur Aufklärung von Mordfällen. „Der Planet macht’s nicht mehr lange. Im Moment haben die Kinder das Problem. Wenn wir wiederkehren, ist es unser Problem – guten Tag.“ Trockene Kommentare dieser Art, beispielsweise zum Thema Wiedergeburt, werden zwar hin und wieder eingestreut, doch tiefgründige, moralische Interpretationen zum Tod und dem Leben danach bleiben dem Zuschauer Gott sei Dank erspart. Im Mittelpunkt steht vielmehr die schüchterne Liebe von Ned zu seiner Jugendliebe „Chuck“, die er dummerweise zurück ins Leben geholt hat. Der Ausspruch „Ich würde dich küssen, wenn’s mich nicht umbringen würde“ bekommt daher also gleich eine ganz neue Wertigkeit. Unterm Strich ist „Pushing Daisies“ in dem Wust US-amerikanischer Serien, die im deutschen TV laufen, definitiv einen Hingucker wert.
André Depcke

„Pushing Daisies“-Trailer (2. Staffel)

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