Kommunikation muss funktionieren. Schnell, präzise, fehlerfrei. Das war nicht immer so. Um sich mit der Welt in Verbindung zu setzen, benötigte man früher mehr als ein paar Klicks. Bevor uns Google Earth jeden Vorgarten der Welt zugänglich machte, bevor wir am Leben von Millionen Bloggern teilnahmen, bevor Nachrichten sich viral verbreiteten, war die weite Welt ein Mysterium. Wir ließen Ballons mit kleinen Antwortkarten und unserer Adresse steigen, nur um zu sehen, wen es da draußen noch so gibt. Das war spannend. Kommt die Nachricht überhaupt an? Wo kommt sie an? Bei wem kommt sie an? Bekomme ich eine Antwort? Und: Wie lange wird es dauern? Mithilfe des „G1“ wollten wir den Flug ins Ungewisse wagen. Gut 50 mit Helium gefüllte Ballons benötigt man, um T-Mobiles 160 Gramm schwerem „G1“ Flügel zu verleihen. Bei 400 Stunden Standby-Betrieb kommt die getippte Nachricht auf jeden Fall an, denn je nach Ballonqualität beginnt nach spätestens 16 Stunden der Sinkflug, da das Helium langsam entweicht. Aber Achtung: Laut Paragraf 16a der Luftverkehrsordnung ist die „besondere Benutzung des kontrollierten Luftraums“ durch gebündelte, gasbefüllte Ballons mit daran befestigten harten Gegenständen verboten. Auch Bürokratie muss funktionieren. Schnell, präzise, fehlerfrei.
skö