Das übliche Horrorszenario: Quer durchs Zimmer liegt ein Kabel, das den Verstärker mit den Lautsprechern verbindet, die hinter dem Sofa für Raumklang sorgen sollen. Die Telefondose ist an der Wand im Flur angebracht, also verläuft für den Genuss von Fernsehen aus dem Internet auch noch ein Netzwerkkabel quer durch die Wohnung. Und das dünne Kabel, das den Laptop samt der umfangreichen Songbibliothek mit der Stereoanlage verbindet, stellt eine prima Stolper falle dar, die zu Slapstick-Einlagen führt, die man sonst bei „Upps! Die Pannenshow“ sieht. Oder es wird von schlecht erzogenen Haustieren durchgekaut.

Dabei lässt sich solch ein Durcheinander mühelos vermeiden. Mittlerweile gibt es eine Reihe bezahlbarer Möglichkeiten, Signale drahtlos von Ort zu Ort zu schicken, ohne deshalb gleich das ganze Equipment austauschen zu müssen.

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Einen großen Schritt weiter bringt einen schon die Anschaffung eines AirPort Express. Das Apple-Gerät, etwa so groß wie zwei Zigarettenschachteln, ist eigentlich eine WLAN-Basisstation, die obendrein einen Audio-Ausgang parat hält. Das Gerät wandert in eine Steckdose hinter der Anlage, wird mit dem Verstärker verbunden und überträgt an ihn die Musik, die es vom Laptop per Funk empfängt. Dabei arbeitet AirPort Express sowohl mit Macs als auch mit Windows-PCs zusammen, lediglich über iTunes und WLAN muss der Rechner verfügen.


Denjenigen, die bei der Gelegenheit gleich einen neuen Laptop erstehen möchten, sei der HP Envy 14 Beats Edition empfohlen. Im Gegensatz zu manch anderer Kiste mit möglichst billiger Soundkarte wurde im Hewlett- Packard-Gerät Hardware aus der „Beats“-Schmiede von Dr. Dre verbaut, die für einen erstaunlich satten Klang sorgt.


Zwischen Stereoanlage und Fernseher sieht die Boxee Box der Firma D-Link nicht nur gut aus, der abgeschrägte Würfel ist obendrein ein echter Tausendsassa in Sachen Fernsehen. Über WLAN empfängt die Box zum einen Videos von YouTube und einer Menge anderer Internetquellen, zum anderen kann sie aber auch die auf dem Computer gespeicherten Filme drahtlos beziehen und auf dem Fernseher abspielen. Dabei kommt es erfreulicherweise überhaupt nicht darauf an, in welchem Format die Filme gespeichert sind: Die Boxee Box kommt mit DivX, WMV und fast jedem anderen Videoformat mühelos zurecht. Da jeder Programmierer eigene Anwendungen für die Box entwickeln kann, existiert bereits eine breite Community von Tüftlern, die den Funktionsumfang des Geräts ständig erweitert. Einziges Manko: Bisher gibt es keine Anbindung an eine kommerzielle Online-Videothek wie Maxdome. Aber auch daran wird schon gearbeitet.

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Das Herzstück der Wohnzimmerunterhaltung ist neben dem Flachbild-TV die Stereoanlage – und auch die kommt mit immer weniger Kabeln aus. Samsungs Home-Entertainment-System HTC6500 ist eine Dolby-5.1-Anlage mit Bluray-Player, die den sogenannten DLNA-Standard unterstützt. Die Abkürzung steht für Digital Living Network Alliance und bedeutet, dass entsprechende Geräte drahtlos untereinander Medien austauschen können. So kann zum Beispiel eine DLNAfähige Festplatte im Schrank verstaut werden und eine Filmbibliothek enthalten, die die Anlage dann findet und wiedergibt.


Dafür, dass zu guter Letzt der Surround-Sound kabellos bei den hinteren Lautsprechern ankommt und somit auch diese Stolperfalle verschwindet, sorgt der drahtlose Empfänger SWA-5000 von Samsung. Den verstaut man etwa hinter dem Sofa und schließt ihn an die Boxen an. Fortan empfängt er den Ton vom Samsung-Verstärker per Funk.

Sicher: Ganz ohne Kabel kommen auch diese Geräte nicht aus. Doch liegen die lästigen Strippen immerhin nicht dort, wo sie am meisten nerven: im Weg.