Fatale Vernetzung
Liebe und Leid, Glück und Vergnügen: Dies sind, so ein chinesisches Sprichwort, die emotionalen Eckpfeiler des Lebens. Auf sie stützen sich die Geschichten von vier Menschen, die sich so clever wie überraschend zu einem tragischen Reigen verbinden, zu einer Reflexion über Schicksal, Zufall und fatale Abhängigkeiten. 50 000 Dollar hat ein namenloser biederer Geschäftsmann (Forest Whitaker) bei manipulierten Wetten verzockt, jetzt hat ihn Gangster Fingers (Andy Garcia) in der Hand. Dessen Geldeintreiber (Brendan Fraser) verliebt sich in ein Pop-Starlet (Sarah Michelle Gellar), das Fingers ebenfalls ausgeliefert ist: Ihr Manager hat sie an ihn verkauft. Die Sängerin ist die Einzige, die einem Arzt (Kevin Bacon) helfen kann, seine große Liebe zu retten. Der Zufall führt die Wege aller Protagonisten zusammen; glücklich endet keiner. Ganz eng, so zeigt Regisseur Jieho Lee, sind Liebe, Glück und Vergnügen mit Leid verknüpft. Dafür dringt er seinen Figuren tief in die Seele und präsentiert ihre traurigen Geschichten als packenden Thriller: Mord, Raub und Erpressung als Rahmen für ein komplexes Ensemble-Drama.
Christina Bednarz