Fast schon revolutionär war der Schritt der Programmmacher, Jay-Z als Headliner des letztjährigen Glastonbury aufzubieten. Die Reaktionen waren entsprechend zwiespältig, auch Noel Gallagher ließ sich zu einer seiner Tiraden hinreißen. Zum ersten Mal seit Jahren war das Festival nicht ausverkauft, obwohl sich die Veranstalter erhofft hatten, mit der HipHop-Legende neue Besuchergruppen zu erschließen. Immerhin bedeutete der kommerzielle Reinfall einen künstlerischen Volltreffer: Jay-Z eröffnete sein Set mit einer launigen „Wonderwall“-Version, unterlegte „99 Problems“ mit einem AC/DCSample und bewies auch sonst, dass HipHop-Live-Qualität bestens nach Glastonbury passt.

In diesem Jahr hält mit Bruce Springsteen aber wieder ein Gitarrenrocker der ganz alten Schule die US-Flagge hoch. Und wahrscheinlich wird eine ganze Festivalnation feuchte Augen bekommen, wenn sie beim Comeback von Blur in Erinnerungen an Cool Britannia schwelgt.

Genre: Drum&Bass, Electro, House, Techno, Folk, Indie, Jazz, Swing, Metal, Chanson, Country, Latin, Pop, Emo, Hardcore, Punk, Blues, Alternative Rock, Rock, Progressive
Line-up: Bruce Springsteen, Blur, Neil Young, Franz Ferdinand, Kasabian, Lily Allen, The Ting Tings, White Lies