Immer wieder scheitern Sie an der Invasion der Erde. Wie verarbeitet man diese Niederlagen?
Man analysiert nüchtern, woran es lag. Wir haben bisher wahrscheinlich die falsche Taktik gewählt. Eine gewisse Hitzköpfigkeit liegt uns leider im Blut. Wir wollen immer mit dem Kopf durch die Wand und bleiben dann in ihr stecken. Ein subtileres Vorgehen wäre ratsam.
Wie könnte das aussehen?
Wir haben bereits Maßnahmen eingeleitet. In den nächsten Monaten werden wir groß angelegte Imagekampagnen fahren, dazu gehören unter anderemTrikotsponsoring von großen europäischen Fußballvereinen sowie einen Gastauftritt unseres geistigen Führers bei „Wetten, dass …?“. Wir müssen ein geliebter Teil eures Alltags werden, um die Menschheit aus ihrer Mitte heraus zu infiltrieren.
Perfide. Warum aber ausgerechnet die Erde?
Weil sie im Universum seit geraumer Zeit als ziemlich hip gilt. Außerdem beneiden wir die Menschheit um ihre schwedischen Einrichtungshäuser.
Wie wohnen Sie denn?
In unwohnlichen Behausungen, die wir anhand erbeuteter Entwürfe eines Schweizer Industriedesigners nachgebaut haben. Wir sehnen uns nach ein wenig Behaglichkeit. Nach getaner Invasion gibt es nichts Schöneres, als den Bademantel überzuwerfen und die Seele baumeln zu lassen oder zur Entspannung Golfbälle in schwarze Löcher zu schlagen.
sh