DEFINITION:

Fast Food: Schnell zubereitete Speisen, die schnell verzehrt werden. Sind an Imbisstheken, auf der Straße oder per Lieferservice erhältlich.

Porno: Die direkte Darstellung menschlicher Sexualität mit dem Ziel, den Betrachter zu erregen. Aus dem Altgriechischen abgeleitet, bedeutet Pornografie wörtlich „unzüchtige Darstellung“.

VIELSEITIGKEIT:

Fast Food: Das Angebot ist so groß wie die Nachfrage: Pommes, Pizza, Döner, Currywurst und mehr. In den letzten Jahren wird zudem ein Trend zu „Fast Casual“ beobachtet, womit man gehobenes Fast Food für anspruchsvollere Kunden bezeichnet – zum Beispiel Sushi.

Porno: Das Angebot ist so groß wie die Nachfrage: Gonzo (Pornos ohne Handlung), Hentai (Manga- oder Anime-Stil), Adaptionen („Sperminator“, „Schindlers Lust“), Artcore und mehr.

MARKTFÜHRER:

Fast Food: McDonald’s. Auch weil sie mehr Werbung machen als die Konkurrenz. Die berühmtesten Slogans: „Der Platz, wo du gern bist, weil man gut isst“, „McDonald’s ist einfach gut“, „Ich liebe es“.

Porno: Private Media Group. Das schwedische Multimedia- Imperium mit seinen vier Magazinen, 35 Websites, Online-Shops und rund 400 Filmen steht im Beischlafbusiness für höchste Qualität.

GESUNDHEIT:

Fast Food: Gefahr für den Körper. Insbesondere Kinder werden immer dicker. In den USA gibt es McDonald’s- oder Pizza-Hut- Filialen direkt in den Schulen. Jetzt folgen erste politische Maßnahmen: Im Juli 2008 beschloss der Stadtrat von Los Angeles ein Verbot neuer Schnellimbiss-Buden für den Stadtteil South Los Angeles.

Porno: Gefahr für die Seele. Übermäßiger Konsum kann zu sozialer und sexueller Vereinsamung führen. Alice Schwarzers Magazin „Emma“ setzte einst jegliche Pornografie in seinem Feldzug dagegen mit Erniedrigung und Gewalt gleich.

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ITALIENS BEITRAG:

Fast Food: Pizza. Ursprünglich eine Spezialität der neapolitanischen Küche, haben Pizza Hut, Tiefkühlkost und Kirmesbuden den guten Ruf des würzig belegten Fladenbrotes ramponiert.

Porno: Rocco Siffredi. Für den berühmten Pornostar mit dem Spitznamen „The Italian Stallion“ ist es laut eigener Aussage „das Paradies, für Geschlechtsverkehr auch noch bezahlt zu werden“.

FILM:

Fast Food: „Super Size Me“ (2004). Für diese Dokumentation ernährte sich Regisseur Morgan Spurlock 30 Tage lang nur von McDonald’s-Produkten. Am Ende hatte er 13 Prozent an Gewicht zugelegt.

Porno: „Boogie Nights“ (1997). Paul Thomas Andersons Film porträtiert würdevoll die Pornoszene der Siebziger und Achtziger. Mark Wahlberg spielt Dirk Diggler, dessen Charakter an John Holmes, den „Mann mit dem größten Schwanz der Welt“, angelehnt ist.

DRESSING:

Fast Food: Viele Fast-Food-Produkte schmecken nur mit Ketchup, Mayonnaise oder ähnlichen Zutaten richtig gut. Die meisten Dönerläden erlangen ihren Kultstatus gar erst über speziell kreierte Soßen.

Porno: Die meisten Szenen im Mainstream-Porno enden mit der Ejakulation des Mannes auf das Gesicht seiner Partnerin. Wodurch vielen Zuschauerinnen der Spaß erst so richtig verdorben wird.

SELBSTVERWIRKLICHUNG:

Fast Food: In der Burger-King-Filiale am Kölner Hauptbahnhof kann man sich seinen Whopper bereits seit 2004 individuell zusammenstellen lassen. Das gefiel Unternehmenschef John Chidsey. Jetzt geht das Konzept als „Whopper Bar“ weltweit in Serie.

Porno: Auf der Internetplattform Youporn kann jeder Freizeitpornostar seine Filme ohne Registrierung hochladen. Youporn belegt Rang 52 der meistbesuchten Seiten weltweit, Platz 21 in Deutschland. Die Betreiber der Goldgrube sind übrigens anonym.

FAZIT:

Immerhin: Masturbation macht doch nicht blind! Und ein gelegentlicher Snack bei Subway ist auch nicht ungesünder als die Feinstaubbelastung in der deutschen Durchschnittsgroßstadt. Wie bei allen „Sünden“ mit Suchtpotenzial ist die Dosierung entscheidend. Wir empfehlen die freiwillige Selbstkontrolle.

Text: Tim Sohr